Allgemeine Geschäftsbedingungen
§ 1 Geltungsbereich
- Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für sämtliche Verträge über die von der Savage Beauty, Inhaberin Tiana Roseck, Huhnsgasse 40, 50676 Köln („Anbieterin“) angebotenen Programme sowie die hiermit zusammenhängenden Leistungen, insbesondere Live-Calls, Präsenzveranstaltungen, digitalen Inhalte, Begleitmaterialien und sonstige Unterstützungsleistungen (nachfolgend gemeinsam „Leistungen“) im Bereich „Fake Freckles“, in der zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültigen Fassung.
- Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, die Anbieterin stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.
- Individuelle Vereinbarungen zwischen Anbieterin und Kunde, die von der Anbieterin in Textform bestätigt werden, gehen diesen AGB vor. Im Übrigen bilden diese AGB, die Buchungsbestätigung sowie die jeweilige Leistungsbeschreibung den vollständigen Vertrag zwischen Anbieterin und Kunde.
§ 2 Vertragsschluss und Vertragstext
- Die Darstellung der Programme auf Websites, Landingpages, in sozialen Medien oder sonstigen Werbematerialien stellt kein verbindliches Angebot zum Abschluss eines Vertrages dar, sondern eine Aufforderung an den Kunden, seinerseits ein Angebot zum Vertragsschluss abzugeben.
- Der Kunde wird im Rahmen eines telefonischen oder per Videokonferenz durchgeführten Beratungsgesprächs über Inhalt, Ablauf, Leistungsumfang, Vergütung sowie – soweit einschlägig – das gesetzliche Widerrufsrecht informiert.
- Anschließend erhält der Kunde einen Zahlungslink über den Zahlungsdienstleister Stripe. Mit Abschluss des Zahlungsvorgangs gibt der Kunde ein verbindliches Angebot auf Abschluss des Vertrages ab.
- Beim Vertragsschluss über ein digitales Vertragsmanagementsystem sendet die Anbieterin dem Kunden den Vertrag mit den besprochenen Vertragsdetails zur Prüfung und digitalen Unterschrift. Beim Vertragsschluss über eine Verkaufsseite im Internet gibt der Kunde, nachdem er seine Daten vollständig angegeben hat, durch Betätigen des Buttons „Zahlungspflichtig bestellen“, sein verbindliches Angebot ab.
- Die Annahme erfolgt, indem die Anbieterin den Vertrag ebenfalls digital signiert oder die Anbieterin oder der Vertragsschluss in Schrift- oder Textform (z. B. per E-Mail) bestätigt (Auftragsbestätigung) wird und diese Auftragsbestätigung dem Kunden zugeht oder indem der Anbieter die bestellten Produkte liefert, und diese Produkte dem Kunden zugehen, z. B. durch zur Zuverfügungstellung eines Links oder indem er den Kunden zur Zahlung auffordert und die Zahlungsaufforderung dem Kunden zugeht; maßgeblich für den Zeitpunkt des Vertragsschlusses ist dabei der Zeitpunkt, in dem eine der im ersten Halbsatz genannten Alternativen erstmalig eintritt.
- Nach Vertragsschluss und Eingang der ersten fälligen Zahlung erhält der Kunde Zugang zu den vertragsgegenständlichen Leistungen.
- Nach Vertragsschluss stellt die Anbieterin dem Kunden die Buchungsbestätigung, diese AGB sowie die Leistungsbeschreibung in Textform zur Verfügung.
§ 3 Leistungen der Anbieterin
- Die Anbieterin erbringt Leistungen im Bereich der Durchführung und praktischen Anwendung von sog. Fake-Freckles Behandlungen und begleitet die Kunden praxisnah bei der Anwendung und unternehmerischen Nutzungen dieser Behandlungen, auch und insbesondere in Zusammenhang mit der unternehmerischen Positionierung und unternehmerischen Weiterentwicklung, z. B. in der Kundenkommunikation oder im Vertrieb der Kunden.
- Schwerpunktmäßig werden die Leistungen im Rahmen von Live-Calls in Echtzeit sowie je nach gebuchtem Programm im Rahmen von Präsenzveranstaltungen erbracht. Der konkrete Leistungsumfang richtet sich nach der vom Kunden gebuchten Leistungsbeschreibung.
- Es handelt sich um Dienstleistungen gemäß §§ 611 ff. BGB. Ein bestimmter (Leistungs-)Erfolg ist nicht geschuldet.
- Der Kunde erhält zu Beginn des Programms einmalig ein Starterset bestehend aus zwei Pigmentfarben, Latexhäuten und Nadeln im Gesamtwert von 250 € netto.
- Etwaig bereitgestellte digitale Inhalte, Arbeitsunterlagen und sonstige Materialien dienen ausschließlich der Unterstützung und Ergänzung der Dienstleistungen der Anbieterin. Videoinhalte können in der Reihenfolge voneinander unabhängig angesehen werden.
- Die Anbieterin ist berechtigt, Inhalte und Abläufe aus sachlichen Gründen (z. B. technische oder organisatorische Abläufe, eingesetzte Tools) anzupassen, wenn dies dem Kunden zumutbar ist und die Hauptleistung unberührt bleibt.
- Der Kunde hat keinen Anspruch auf Überwachung eines Lernerfolges. Die Anbieterin führt keine Lernerfolgskontrolle im Sinne einer systematischen Überprüfung des individuellen Kenntnis- oder Leistungsstandes des Kunden durch. Etwaiges Feedback oder Hinweise während der Zusammenarbeit dienen ausschließlich der allgemeinen Unterstützung und stellen keine Leistungs- oder Erfolgskontrolle dar.
- Sofern Leistungsbestandteil die Ausstellung eines Zertifikats ist, bescheinigt dies lediglich die Teilnahme am Programm und ist weder mit einer staatlichen Anerkennung noch mit dem Nachweis eines bestimmten Ausbildungs-, Qualifikations- oder Befähigungsstandes verbunden.
- Die Anbieterin ist berechtigt, Erfüllungsgehilfen einzusetzen.
§ 4 Pflichten des Kunden und Mitwirkung
- Die Kunden sind zur Mitwirkung verpflichtet. Daher sind die Kunden verpflichtet, die von der Anbieterin angebotenen Termine wie Live-Calls und Präsenzveranstaltungen wahrzunehmen. Die konkrete Umsetzung von Techniken, Prozessen und Angeboten liegt in der Verantwortung des Kunden.
- Hinweise, Beispiele oder Vorlagen der Anbieterin sind Anregungen. Der Kunde prüft eigenverantwortlich, ob und wie er diese in seinem eigenen Geschäft und unter Beachtung der berufs-, gewerbe-, hygiene- und gesundheitsrechtlichen Vorgaben einsetzen kann. Für die Einhaltung der vorgenannten rechtlichen Vorgaben ist der Kunde selbst verantwortlich.
- Der Kunde darf Rechte und Pflichten aus dem Vertrag nur mit vorheriger Zustimmung der Anbieterin in Textform abtreten oder übertragen, soweit nicht zwingende gesetzliche Regelungen entgegenstehen.
§ 5 Live-Calls & Präsenzveranstaltungen
- Der Kunde hat Anspruch auf Teilnahme an regelmäßig stattfindenden Live-Calls, z. B. über die Plattform Zoom. Die Anzahl und Dauer der jeweiligen Calls ist der Leistungsbeschreibung zu entnehmen.
- Ein Anspruch auf Aufzeichnung der Live-Calls und deren anschließende Zurverfügungstellung zum späteren Abruf besteht nicht.
- Die Präsenzveranstaltungen finden am von der Anbieterin festgelegten Veranstaltungsort statt.
- Die Termine werden dem Kunden rechtzeitig vorab mitgeteilt. Kann ein Termin aus Gründen, die außerhalb des Einflussbereichs der Anbieterin liegen (zum Beispiel Krankheit, höhere Gewalt, technische Störungen), nicht stattfinden, wird der Dienstleister den Kunden informieren und einen Ersatztermin anbieten.
§ 6 Nutzungsrechte an Inhalten
- Sämtliche im Rahmen der Programme bereitgestellten Inhalte und Materialien, insbesondere Videos, Präsentationen, Arbeitsunterlagen, Vorlagen, Fotografien, Grafiken sowie sonstige digitale oder analoge Unterlagen (nachfolgend gemeinsam „Programminhalte“), sind urheberrechtlich oder anderweitig gesetzlich geschützt.
- Die Anbieterin räumt dem Kunden für die Dauer des vertraglich vereinbarten Zugangs ein einfaches, nicht ausschließliches, nicht übertragbares und nicht unterlizenzierbares Recht ein, die Programminhalte ausschließlich für eigene Zwecke im Rahmen der vertragsgemäßen Nutzung des gebuchten Programms zu verwenden.
- Dem Kunden ist es insbesondere untersagt, die Programminhalte ganz oder teilweise zu vervielfältigen, zu verbreiten, öffentlich zugänglich zu machen, Dritten zugänglich zu machen, zu veröffentlichen, zu bearbeiten, zu verkaufen, zu vermieten oder sonst in einer Weise zu verwerten, die über die vertragsgemäße Nutzung hinausgeht, sofern die Anbieterin dem nicht zuvor ausdrücklich in Textform zugestimmt hat.
- Die Weitergabe von Zugangsdaten an Dritte sowie die gemeinsame Nutzung des Zugangs durch mehrere Personen ist unzulässig.
- Verstößt der Kunde gegen die vorstehenden Bestimmungen, ist die Anbieterin berechtigt, den Zugang zu den Programminhalten vorübergehend oder dauerhaft zu sperren. Weitergehende gesetzliche Ansprüche, insbesondere auf Unterlassung und Schadensersatz, bleiben unberührt.
§ 7 Laufzeit und Kündigung
- Der Vertrag wird über die in der Leistungsbeschreibung vereinbarte Laufzeit fest abgeschlossen und beträgt in der Regel 12 Monate. Das Programm beginnt nach vollständigem Eingang der vereinbarten Vergütung bzw. im Falle von Ratenzahlung nach pünktlichem Eingang der ersten fälligen Rate bei der Anbieterin.
- Eine ordentliche Kündigung während der vereinbarten Programmlaufzeit ist ausgeschlossen.
- Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor bei erheblichen Pflichtverstößen, Zahlungsverzug oder schwerwiegenden Störungen des Programmbetriebs.
- Die Kündigung bedarf der Textform.
§ 8 Vergütung und Zahlungsbedingungen; Zurückbehaltungsrecht und Aufrechnung
- Es gelten die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses aufgeführten Preise und Zahlungsbedingungen. Über die zur Verfügung stehenden Zahlungsmöglichkeiten, Einmal- oder Ratenzahlung und die dazu gehörigen Konditionen wird der Kunde vor Vertragsschluss informiert.
- Die Vergütung ist unmittelbar nach Vertragsschluss zur Zahlung fällig, es sei denn, es ist ausdrücklich etwas anderes vereinbart.
- Kommt der Kunde in Zahlungsverzug, ist die Anbieterin berechtigt, die Teilnahme an Live-Sessions bis zur vollständigen Zahlung zu untersagen oder Zugänge zu sperren, soweit dies angemessen ist. Etwaige Ratenzahlungsvereinbarungen werden in diesem Fall vorzeitig beendet und der noch offene Betrag wird sofort zur Zahlung fällig. Gesetzliche Verzugszinsen und weitere Verzugsschäden bleiben vorbehalten.
- Der Kunde kann nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen. Ein Zurückbehaltungsrecht besteht nur, soweit es auf demselben Vertragsverhältnis beruht.
§ 9 Widerrufsrecht und Widerrufsbelehrung für Verbraucher
- Ist der Kunde Verbraucher im Sinne des § 13 BGB und wird der Vertrag ausschließlich unter Verwendung von Fernkommunikationsmitteln oder außerhalb von Geschäftsräumen geschlossen, steht ihm grundsätzlich ein gesetzliches Widerrufsrecht zu.
- Die Anbieterin belehrt den Kunden vor Vertragsschluss gesondert über das Bestehen, die Voraussetzungen, die Fristen sowie die Rechtsfolgen des Widerrufs. Die Widerrufsbelehrung einschließlich des gesetzlichen Muster-Widerrufsformulars wird dem Kunden vor Abgabe seiner Vertragserklärung in Textform zur Verfügung gestellt und ist Bestandteil der Vertragsunterlagen.
- Sofern der Kunde verlangt, dass die Anbieterin bereits vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Leistungserbringung beginnt, gelten die gesetzlichen Bestimmungen über den Beginn der Vertragsausführung und die Rechtsfolgen eines Widerrufs.
- Die gesetzlichen Vorschriften zum Widerrufsrecht bleiben im Übrigen unberührt.
§ 10 Haftung
Die Anbieterin haftet uneingeschränkt:
- für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung der Anbieterin oder eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen der Anbieterin beruhen;
- für Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung der Anbieterin oder eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen der Anbieterin beruhen;
- aufgrund arglistigen Verschweigens eines Mangels;
- aufgrund der Übernahme einer Garantie oder eines Beschaffungsrisikos;
- aufgrund zwingender Haftung (insbesondere nach dem Produkthaftungsgesetz).
Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt, sofern nicht gemäß vorstehendem Absatz unbeschränkt gehaftet wird. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung der angebotenen Leistung überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.
Im Übrigen ist eine Haftung der Anbieterin bei leichter Fahrlässigkeit ausgeschlossen. Die Anbieterin haftet nicht für den Ausfall von Kommunikationsnetzen, Servern oder sonstigen technischen Infrastrukturen, die nicht in ihrem unmittelbaren Einflussbereich liegen. Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter, Mitarbeiter und Erfüllungsgehilfen der Anbieterin.
§ 11 Einkommenspotenzial und Geschäftsrisiken
- Der Erfolg einer unternehmerischen Tätigkeit als Beauty Artist, insbesondere im Bereich der Fake-Freckles-Behandlungen, hängt von einer Vielzahl individueller Faktoren ab.
- Ein bestimmter unternehmerischer Erfolg, ein konkretes Einkommensniveau oder sonstige wirtschaftliche Ergebnisse werden von der Anbieterin weder geschuldet noch garantiert.
- Sämtliche Geschäftsrisiken, insbesondere Investitionsrisiken, Marktveränderungen, Nachfrage- und Wettbewerbsrisiken, liegen ausschließlich beim Kunden.
- Der Kunde ist eigenständig dafür verantwortlich, alle für seine Tätigkeit einschlägigen berufs-, gewerbe-, steuer-, hygiene- und gesundheitsrechtlichen Vorgaben zu prüfen und einzuhalten. Die Anbieterin erbringt hierzu keine Rechtsberatung und übernimmt keine Verantwortung für die rechtliche Zulässigkeit oder Ausgestaltung der vom Kunden angebotenen Leistungen.
§ 12 Vertraulichkeit
- Die Parteien verpflichten sich, vertrauliche Informationen der jeweils anderen Partei geheim zu halten und nur für Zwecke der Vertragsdurchführung zu verwenden. Vertrauliche Informationen sind insbesondere Inhalte aus den Gruppen-Calls, individuelle Strategien, interne Kennzahlen, Chat-Verläufe (z. B. über WhatsApp) sowie Geschäftsgeheimnisse.
- Die Pflicht zur Vertraulichkeit gilt nicht für Informationen, die entweder allgemein bekannt sind oder ohne Vertragsverletzung bekannt werden, rechtmäßig von Dritten erlangt wurden, oder aufgrund gesetzlicher Pflicht offengelegt werden müssen.
- Die Vertraulichkeitspflichten gelten über das Vertragsende hinaus für 24 Monate, soweit rechtlich zulässig.
§ 13 Datenschutz
Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten enthält die Datenschutzerklärung der Anbieterin. Soweit der Kunde personenbezogene Daten Dritter übermittelt, stellt er sicher, dass hierfür eine Rechtsgrundlage besteht.
§ 14 Schlussbestimmungen
- Mündliche Nebenabreden bestehen nicht. Änderungen und Ergänzungen der geschlossenen Verträge bedürfen der Textform.
- Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Für Verbraucher gilt diese Rechtswahl nur, soweit dadurch nicht der Schutz zwingender Bestimmungen des Rechts des Staates, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, entzogen wird.
- Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus dem Vertragsverhältnis der Sitz der Anbieterin. Gesetzliche ausschließliche Gerichtsstände bleiben unberührt. Der Anbieterin bleibt es unbenommen, den Kunden auch am Sitz des Kunden gerichtlich in Anspruch zu nehmen.
- Sollte eine Bestimmung dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
- Die Anbieterin ist nicht bereit oder verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.